Solarenergie Technik
Solarenergie - Technik für die Umwelt
Als Solarenergie (oder auch Sonnenenergie) wird die durch Kernfusion von der Sonne erzeugte Energie bezeichnet. Diese gelangt in Teilen als elektromagnetische Strahlung zur Erde und ist seit Jahrhunderten annähernd konstant.
Die intensivste Nutzung der Sonnenenergie erfolgt durch die pflanzliche Photosynthese, sodass die gesamte Tierwelt entweder unmittelbar (soweit es sich um Pflanzenfresser handelt) oder mittelbar (soweit es sich um Fleischfresser handelt) sowie auch der Mensch von der natürlichen Nutzung der Solarenergie abhängig ist.
Die Solarenergie gehört als Energiequelle zu den sog. regenerativen Energie, deren Nutzung in Deutschland z.B. durch das EEG (Erneuerbare Energie Gesetz) gefördert wird. Mittels der Solartechnik wird die Sonnenenergie nutzbar gemacht. Dabei wird unter Verwendung der sog. Photovoltaik die Sonnenenergie in Solarstrom umgewandelt. Eine weitere Möglichkeit der Nutzbarmachung bieten Solarthermie-Anlagen, welche die Sonnenstrahlung als thermische Energie einfangen, wobei die Wandlung in thermische Energie durch Sonnenkollektoren die weltweit meist verbreitete technische Nutzung darstellt.
Technische Nutzung der Solarenergie
Die technische Nutzung der Solarenergie bietet einige Vorteile gegenüber der konventionellen Energiegewinnung. Im Gegensatz zu fossilen Energieträgern ist die Sonnenenergie unbegrenzt verfügbar und umweltschonend, da es zu keiner Freisetzung von Feinstaub, Rußpartikeln oder Treibhausgasen kommt. Darüber hinaus verhindert die Existenz vieler kleiner Photovoltaik-Anlagen Energieverluste bei der Übertragung und Verteilung der gewonnen Energie und die Verbreitung der Anlagen kann zu einer deutlichen Einschränkung eventueller Preiskartelle der Energieunternehmen führen. Auch begrenzt die Nutzung der Sonnenenergie die Abhängigkeit von internationalen Krisenherden und beugt daher Preisschwankungen vor.
Andererseits ist die Nutzung der Solarenergie auch mit einigen Nachteilen verbunden. So bedarf es aufgrund der wechselnden Wetterlage sowie der Tages- und Jahreszeit zusätzlicher Speichermöglichkeiten für die gewonnene Energie. Die Notwendigkeit zumeist aufwändiger Speichertechnologie erhöht die Infrastrukturkosten deutlich. Dabei stellen die auch ohne die zusätzlichen Module erzeugten Kosten noch immer den größten Nachteil dar. Bereits eine Kilowattstunde aus Windkraft erzeugtem Strom kostet heute ca. 6 - 8 Cent und ist daher mit deutlich höheren Kosten verbunden als Energie aus herkömmlichen Kraftwerken. Solarenergie ist noch wesentlich kostenintensiver: die Erzeugungskosten liegen zwischen 9 - 22 Cent (solarthermische Kraftwerke) und 40 bis 50 Cent (Photovoltaik-Anlagen).